Aktuelle Informationen rund um die ARGE

Was ändert sich weiterhin ab dem 01.01.18

Arbeitslosengeld aus dem Supermarkt

Empfänger von Arbeitslosengeld können sich künftig in besonders dringenden Fällen einen Vorschuss bar an Supermarktkassen auszahlen lassen. Das Verfahren sei für Menschen, die kein eigenes Konto haben oder die im Ausnahmefall sofort eine Auszahlung bräuchten, sagte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit.

Zu den beteiligten Supermärkten und Drogerien gehörten Rewe, Penny, Real, dm und Rossmann. Bislang standen in solchen Notfällen Kassenautomaten in den Jobcentern und Arbeitsagenturen zur Verfügung. Doch sollen sie aus Kostengründen abgebaut werden. Die Umstellung soll im zweiten Quartal 2018 beginnen und bis zum Jahresende abgeschlossen sein.


Schwangere und stillende Mütter dürfen künftig sonntags arbeiten

Schwangere und stillende Mütter dürfen vom 1. Januar 2018 an auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Bisher war das generell verboten, mit der Neuerung des Mutterschutzgesetzes wird die Regelung etwas gelockert. Ab sofort ist Sonn- und Feiertagsarbeit demnach erlaubt - allerdings nur, "wenn beide Seiten, also insbesondere die Schwangere, zustimmen, der Arzt das erlaubt und die zuständige Aufsichtsbehörde zustimmt", sagt Kaja Keller, Anwältin und Expertin für Arbeitsrecht.

Ähnliches gilt für die Nachtarbeit zwischen 20.00 und 6.00 Uhr: Auch die war bisher grundsätzlich verboten. Künftig dürfen Schwangere und stillende Mütter auf eigenen Wunsch und mit Genehmigung zumindest zwischen 20.00 und 22.00 Uhr arbeiten - danach ist weiter Schluss.


Mutterschutz auch für Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen

Ab dem 1. Januar gilt der Mutterschutz auch für Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen. Außerdem profitieren Entwicklungshelferinnen und Bundesfreiwilligendienst-Leistende. Sie können selbst entscheiden, ob sie den Mutterschutz in Anspruch nehmen und werden von Pflichtveranstaltungen befreit.

Auskunft über Arbeitslohn

Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitern erhalten das Recht zu erfahren, wie ihr eigener Lohn und der vergleichbarer Kollegen festgelegt wird. Bei Ungleichbehandlung können sie klagen. Grundlage ist das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit, das Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern beseitigen helfen soll.

Behinderte Menschen

Es treten weitere Regelungen aus dem Bundesteilhabegesetz in Kraft. Das Verfahren zur Inanspruchnahme verschiedener Leistungen wird stark vereinfacht und in einem Antrag zusammengefasst. Behinderten Menschen werden neue Arbeitsmöglichkeiten jenseits der Werkstätten für Behinderte eröffnet.